Fortschritt früher und heute

Die meisten Menschen verbanden früher Fortschritt mit Erfindung der Dampfmaschine ca. 1870technischen Innovationen. Z.B. die Erfindung des Dampfes, der Eisenbahn, dem Auto, dem Panzer, dem Flugzeug usw.

Ingenieurwesen, Maschinenbau waren die Treiber der Wirtschaft und innerhalb 20-40 Jahren erlangtes technisches Wissen war für junge Menschen unerreichbar und der, der es hatte, war „Primus inter Paris“ (der Erste ), der Meister seiner Fachgebietes.

 

Das hat sich seit Beginn der achtziger Jahre geändert, als der PC (Personal Computer) die Großrechner von IBM /34, 36 oder 38 oder andere verdrängte, als das MS-DOS (Microsoft Disc Operating System) Betriebssystem für PC‘s von Bill Gates (Microsoft Gründer) erfunden wurde und immer mehr Einzug in die Büro‘s hielt, um einfache Arbeiten in „Windes Eile“ zu erledigen.

Als Bezeichnung bildete sich der Begriff EDV (Elektronische Daten Verarbeitung), die heutige IT (Informations-Technologie). Der EDV‘ler wurde zum IT‘ler, was heute noch gilt und bezeichnet die Hard- (PC‘s) und Software (Anwendungen, Programme, heute = App‘s (Application = Anwendungssoftware)).

War in der 4. Industrialisierung (EDV Einführung seit 1980) anfangs die Hardware, also der PC noch das Maß der Dinge, hat sich das allmählich zu Gunsten der Software, der App’s, geändert. Ohne eine App ist der PC eine dumme Maschine oder dumme elektronische Einheit. Die App macht ihn zu einem Gerät, das durch App‘s vieles im Bruchteil einer Sekunde löst oder mit dem man einen Brief schreiben und ihn innerhalb einer Sekunde jemand anderem in zig tausend km Entfernung zur Verfügung stellen kann.

Der manuelle oder auch mit Word geschriebener Brief wurde zum elektronischen Brief, der eMail, die mit einer eMail-App, wie z.B. Outlook, geschrieben wird. Die eMail ist eine Datei in einem bestimmten Format und endet mit *.msg (Message engl. für Information). Andere App‘s wie Word verwenden Formate, die mit *.doc (Documentation) oder *.docx, PowerPoint *.ppt oder *.pptx, Acrobat Reader *.pdf (Portable Document Format), Fotos *.JPG (Aussprache Tscheepeg) enden.

Wird eine dieser Dateien im Explorer des Windows Betriebssystems doppelt angeklickt, wir der Dateiinhalt mit der dazugehörigen App, der Anwendung, geöffnet. Das Betriebssystem erkennt an der Extension (die Buchstaben nach dem Punkt), welche die richtige App ist, um den Inhalt auf dem Bildschirm zu sehen.

Die Menschen in den ca. 44 Mio Büro‘s in Deutschland erledigen heute ihre Arbeit mit App‘s und sitzen vor einem Bildschirm. Die Kommunikation mit Geschäftspartner, Interessenten und Mitarbeiter erfolgt fasst ausschließlich mit eMail‘s in Outlook, das heute Bestandteil von Microsoft365, dem früheren Office, ist, das von Geschäftsleuten und auch Privat genutzt wird, zumal es für € 7,00 monatlich gemietet werden kann.

Die Entwicklung der IT geht mit rasenden Schritten weiter und verändert seit 2015 erneut die ganze Welt. DIGITALISIERUNG und KI (Künstliche Intelligenz) sind seitdem die Begriffe, die vor allem seit der Corona-Pandemie ab Anfang 2020 in aller Munde ist und auch von unserer Regierung täglich erwähnt wird.

Dabei bedeutet DIGITALISIERUNG nichts anderes als die EDV Einführung der achtziger Jahre und KI soll vermitteln, dass ein PC intelligent wird, was natürlich so nicht stimmt.

Ein App macht nur das, was ein (Fach-) Informatiker codiert (programmiert) hat. Sie kann keine eigenen Entscheidungen treffen. Er kann „wenn/dann Bedingungen“ codieren, die für den Nutzer intelligent wirken.
Z.B., stößt ein Roboterstaubsauger 3 mal hintereinander auf eine Tür, soll er künftig diese Tür vermeiden. Der Roboterstaubsauger merkt sich in diesem Fall die genaue Position, und wird daran vorbeifahren, was visuell wirkt, als wisse er es.

Unter DIGITALISIERUNG sind viele Bedeutungen zu finden. Besser ist der Begriff DIGITALITÄT, der nicht minder viele Bedeutungen hat. In den Büro‘s beschreibt er die Automation der manuellen Arbeitsschritte (Prozesse) durch App‘s (Anwendungen). Dieses Vorgehen wird auch WORKFLOW genannt und findet sich auch in der Umwandlung papiergebundener Unterlagen in Dateien wieder, die in Unternehmen 10 Jahre lang archiviert werden müssen.

Der WORKFLOW beschreibt also die Automation der bisherigen manuellen Arbeitsschritte in einem Büro und ist damit eines der rationellsten Vorgehen, das ein Unternehmen planen kann. Dazu braucht man eine App, die sich DMS (Dokumenten-Management-System) nennt.

DMS App‘s gibt es viele auf dem Markt und wie bei allen App‘s ist die Frage der Fragen, welche die Beste ist. Sie reichen von kostenlos bis zu mehreren 100 tausend Euro, wobei die teure App meistens nicht die bessere Anwendung ist, die auch im privaten Bereich den gleichen Vorteil hat, wie in den Unternehmen.

Die DIGITALISIERUNG beschreibt demnach ein Prozess innerhalb der DIGITALITÄT, die allumfassend das meint, was mit IT-Einführung in und mit anderen Geschäftspartnern gemeint ist. Quasi die Verschmelzung von der analogen zur digitalen Wirklichkeit, wie es LARS MECKLENBURG in einem Bericht vom 11.07.2021 geschrieben hat.

In Unternehmen bildet sich allmählich dafür der CDO (Chief-Digital-Officer), der in seiner Hierarchie neben dem CEO (Chief-Executive-Officer = Geschäftsführer) angesiedelt wird. Seine Aufgabe, die DIGITALITÄT in das Unternehmen zu bringen, ist schwierig, da er grundsätzlich auf Widerstand stoßen wird. Er ist für das digitale Große Ganze verantwortlich und ständig mit dem Prozess der digitalen Automation der einzelnen Unternehmensbereich auf der Suche, was noch  digitalisiert werden kann, um analoge Arbeitsschritte zu analysieren.

DIGITALISIERUNG ist von daher nicht nur für ein Unternehmen ein zusätzlicher Unternehmensfaktor, sondern für unsere ganze Volkswirtschaft wichtig, da die Durchdigitalisierung eines Landes im schlimmsten Fall über Menschenleben entscheidet, was wir alle auch in der Pandemie schmerzlich lernen mussten, da unsere 412 Gesundheitsämter die Infiziertenzahlen in 2020 noch händisch per Fax an das RKI gemeldet haben und damit völlig überfordert waren.

Das Militär wurde zur Hilfe eingesetzt, um die Zahlen weiterhin manuell zu erfassen, da dafür notwendige App‘s verfügbar aber nicht installiert waren. Die Datenlage war somit nicht vollständig und die Entscheider kannten die Infektionsherde nicht, was sich bis heute kaum geändert hat. Deutschland steht im internationalen digitalen Weltvergleich an den letzten Stellen, Israel, Finnland und           Schweden z.B. unter den ersten Positionen.

Deutschland hat auch kein Impfregister (eine App), das darüber Auskunft geben könnte, wer geimpft ist und wer nicht. Von daher ist die kommende Einführung der „Allgemeinen Corona Impfpflicht“ der richtige Weg, um nicht jedes Jahr eine weitere pandemische Welle zu haben.

Aber die konkrete schriftliche Aufforderung der Impfgegner, sich gegen Androhung eines Bußgeldes bei Nichtimpfung impfen zu lassen, wird ohne Impfregister nicht möglich sein.

Seit der bereits genannten 4. Industrialisierung, der EDV-Einführung ab 1980, haben sich wesentlich mehr neue Arbeitsfelder gebildet, als verloren gingen. Das war auch immer so, auch bereits nach der 1. Industrialisierung ab 1870 und wird auch in Zukunft so sein.

Dennoch haben die Menschen vor Neuem Angst, was auch schon immer so war und stemmen sich gegen Neues, werden es aber nie verhindern, aber leider behindern können. Von daher ist es wichtig, sich zu informieren, um Neues zu begreifen, was dann Ängste überwindet und jeden einzelnen schneller weiter bringt.

So ist es auch mit der DIGITALISIERUNG. Wer weiß, was darunter zu verstehen ist, wird es eher unterstützen, als es zu behindern. Machen das alle, würde unsere digitale Volkswirtschaft von den hinteren auf die vorderen weltweiten Plätze wandern und zukünftige Herausforderungen leichter bewältigen können.

Ein kleiner Schritt der digitalen Beschreibung ist vielleicht mit diesem Artikel begonnen ?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.