Ich hab was zu sagen !

Nicht nur seit einem Jahr treibt mich täglich der Gedanke an, mich mit dem Thema der Flüchtlinge zu beschäftigen.

Nein, das war auch schon so, als sie in Lampedusa/Italien ankamen und das keinen in Deutschland oder anderen europäischen Ländern interessierte.

Seitdem ist in Europa viel passiert. Dinge, Zustände und Taten, die man sich vor Lampedusa nicht vorstellen konnte. Und nun, wir beteiligen uns an einem Krieg in Syrien, auch wenn unsere Regierung dieses Wort nicht in den Mund nehmen möchte !

Vorab, ich bin nicht nur dafür, dass sich Deutschland in Syrien in der aktuellen Art beteiligt. Ich bin für eine weit stärkere Beteiligung von ganz Europa und von der NATO.

Nicht nur, seit Frankreich nach dem Terrorangriff in Paris um Solidarität bat und dabei entsprechende Paragraphen der europäischen – und Nato Gesetzte aktiviert hatte. Ich bin dafür, da Deutschland Mitglied der NATO ist und wir nicht immer nur Bilder aus großer Höhe aufnehmen oder unsere Hilfswerke versenden können und meinen, damit uns als Land genügend eingebracht zu haben.

Wir haben seit Jahren eine Berufsbundeswehr. Es ist der Beruf unserer Soldaten, tätig zu und wehrhaft zu sein. Es genügt ja auch nicht, wenn die Feuerwehr Bilder von einem Brand macht, diese veröffentlicht und dann darüber stolz ist, wie klar sie aus so einer großen Höhe gemacht wurden. Der Brand wird dadurch nicht gelöscht.

So sehe ich es auch mit der Beteiligung der „Deutschen“ gegen den Terror im Allgemeinen, gegen die IS-Soldaten in Syrien, Irak und anderen Ländern.

Was würden wir sagen, wenn Deutschland noch stärker als bisher von der ISIS aktiv angegriffen würde, wenn unsere Faschingsumzüge 2016, die CEBIT 2016 oder ehemaligen Atomkraftwerke von IS-Terroristen mit Bombengürtel in die Luft gesprengt werden und wenn unsere Regierung um Europa- oder NATO-Hilfe bittet, und die nur Gelder oder ihre Hilfsorganisationen schicken würden ?

Was würden wir sagen, wenn Frankreich Ihre Bomber dazu nutzt, um Bilder von möglichen Terrornestern in Deutschland macht und uns diese stolz zur Verfügung stellt, damit wir selbst damit fertig werden.

Anders hat sich unsere Regierung bisher nicht verhalten. Entweder wir sind Mitglied in der NATO und setzen unsere Streitkräfte genauso ein wie Frankreich, England oder die Türkei, oder wir müssen konsequenter Weise darüber nachdenken, wie wir behandelt werden wollen, werden wir angegriffen werden.

Wir haben etwa 83 Millionen Einwohner in Deutschland. Seit einem Jahr sind zwischen 1-1,3 Millionen Flüchtlinge bei uns. Das sind 1-1,56%  und dieser Prozentsatz ist so gewaltig, dass unsere ganze Regierung mit diesem Thema lahm gelegt wird !

Wenn es 1-2 Personen von 100 Menschen schlecht geht, muss doch eine Regierung dafür eine Lösung haben, ihnen ein „Dach über dem Kopf“ geben können, das auch einen Sturm oder den Winter übersteht und unter dem man sich Duschen kann.

1-2 Personen von können doch nicht so viel sein, dass die Erfassung in eine Datenbank 6-12 Monate dauert ! Wenn, dann ist das Problem nicht die 1-2 Personen, also die 1-1,56 %, sondern dann haben wir ein Problem bei denjenigen, die für die Erfassung in die Datenbank verantwortlich sind.

D.h., das Problem sind nicht die Flüchtlinge, sondern das Problem ist unsere Verwaltung, die 6-12 Monate benötigt, um die Daten von 1-1,56% Personen zu erfassen und werden diese 1-2 Personen z.B. in Passau erfasst, sind deren Daten noch nicht einmal in Hamburg verfügbar und müssen dort erneut erfasst werden, da die Computersysteme miteinander nicht austauschbar oder verbunden sind. 9 unterschiedliche Systeme hatten wir bis Ende letzten Jahres bei unseren Verwaltungen in Deutschland und wären die Flüchtlinge nicht gekommen, wären die 9 unterschiedlichen Systeme auch noch in den nächsten Jahrzehnten in den Verwaltungen geblieben.

Doch die Veranwortlichen diskutieren nicht darüber, wie das Verwaltungsproblem zu beseitigen ist, sondern darüber, was man alles tun müsste, um für die 1-2 Personen eine Begrenzung zu haben, damit nur noch eine Person von 100 zu uns kommt !

Der eine oder andere Ministerpräsident ist sogar bereit, dafür unsere Reisefreiheit zu opfern, indem er unsere Binnengrenzen mit Stacheldraht versehen möchte und nicht daran denkt, was das für unsere Volkswirtschaft bedeutet.

Deutschland muss im dritten Jahr in Folge keine Darlehen aufnehmen ! Im Wirtschaftsjahr 2015 wurde ein Überschuss von ca. € 19,5 Mrd. erwirtschaftet und Europa hat den Griechen in etwa € 400 Mrd. zur Bewältigung derer Probleme „geschenkt“.

„Geld“ spielt also keine Rolle.

Warum wird also die deutsche Verwaltung technisch nicht auf den neuesten Stand gebracht, damit keine Probleme entstehen, wenn 1-1,56% menschlicher Daten erfasst werden müssen.

Wäre das geschehen, könnten sich unsere Politiker wieder Themen widmen, die sie beherrschen.

Eines haben wir „ca. 550 Mrd. Europäer“ über Europa aber schmerzlich erfahren müssen, als die 1-1,56% Flüchtlinge innerhalb Europa verteilt werden sollten. Wir haben weder eine Werte- noch Wirtschaftsgemeinschaft. Wir haben 29 Länder in Europa, von denen jeder das Macht, was für sein Land subjektiv gesehen am besten ist. Der „Europäische Gedanke“ ist Theorie, praktisch aber bei den Menschen in den Ländern noch lange nicht angekommen.

Polen verhält sich dabei nicht viel anders, als wir es mit Griechenland erleben mussten. Sie partizipieren von Milliarden Euro aus Europa, tun dafür aber nichts. Wie es aussieht, kenne sie keine menschlichen Tugenden, die eigentlich jedem Menschen gegeben sein müssten. Die Nächstenliebe !

Man hilft doch Menschen, deren Leben bedroht ist. Man hilft auch denen, die in ihrem Land verhungern, weil deren kriminelle Regierung nur an sich denkt. Und wenn diese Menschen zu uns kommen, helfen wir ! Das haben wir Deutsche Europa und der Welt gezeigt.

„Wir schaffen das !“ Mein Gott, was hat unsere Frau Merkel damit gemeint ? Klar, 1-1,56 % Flüchtlingen zu helfen, schaffen wir, das hat sie gemeint und damit hat sie mehr als Recht und alle anderen, die das nicht ausrechnen können, haben ein falsches Bild, wie vielen wirklich geholfen werden muss.

Zum Schluss sei noch eine Anmerkung erlaubt. Eine technikfeindliche Denke kann der Untergang sein ! Eine technikfreundliche Denke hätte schon lange EDV-Systeme, die Europa weit zumindest in den Bereichen kompatibel sind, die für die Rechtssicherheit notwendig erscheint.

 

 

 

 

 

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