Flacht der Anstieg der kumulierten 7-Tagesinzidenz ab ?

Die Verdreifachung bis Verdoppelung der kumulierten 7-Tagesinzidenz

vom Montag letzter Woche bis Montag, 28.03.21 scheint mit einem Anstieg von 39% abzuflachen.

 

Das zeigt sich auch in den kumulierten Tageszahlen der Infizierten mit einem leichten Knick nach rechts.

Seit 27.03.21 ist der Anstieg geringer, kann aber auch an den geringeren Wochenendzahlen liegen.

Wir greifen nach jedem Strohhalm, so auch unsere Landesfürsten, die mit den geplanten Modellprojekten im Saarland, NRW, Weimar und Berlin am Beispiel von Tübingen Öffnungen begonnen oder geplant haben, obwohl gestern  z.B. NRW eine Inzidenz von 129,6 und Berlin sogar von 146,1 hatte.

Eine Zahl, nach der auf Basis des verabschiedeten Stufenplan`s  vom 03.03.21 die Notbremse greifen müsste, aber nicht eingeleitet wurde.

Deshalb hat Angela Merkel bei Anne Will am Sonntag, 28.03.21 angedeutet, u.U. das IFSG (Infektionsschutzgesetz) erneut anzupassen, um dem Bund mehr Rechte gegenüber den Ministerpräsidenten (MP) einzuräumen.

Angela Merkel habe den MP  „die Leviten gelesen„, kommentieren Sprecher:innen im TV und Presse. Dafür muss man aber m.E. viel in die Aussagen hineininterpretiert haben, zumal ihre Aussagen und Formulieren sehr emotionslos und daher eher sachlich waren.

Individuelle Auslegungen aufgrund der Inzidenzen sind in unserem föderalistischen Land sicher richtig und notwendig, aber Vereinbarungen nicht einzuhalten und sogar gegenteilig zu agieren, ist sicher die falsche Vorgehensweise. Von daher ist die Überlegung, das IFSG als Plattform für stärkere Rechte des Bundes gegenüber der Länder zu nutzen, in einer pandemischen Situation sicher richtig und m.E. auch notwendig, zumal dann schneller reagiert werden könnte, ohne die individuellen Besonderheiten der Länder außer Augen zu lassen.

 

 

 

 

 

 

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