Aktuelle Berufs- oder Studienwahl

Die wenigsten jungen Menschen können wissen, welches Studium oder welcher Ausbildungsberuf die richtige Wahl ist. Woher auch? Weder die Schulen bereiten ausführlich darauf vor, unterrichten in berufsbezogenen Fächern oder informieren ausführlich über betriebs- und volkswirtschaftlich notwendige Leistungsanforderungen, noch war und ist das Arbeitsamt dafür qualifiziert.

 

Die Eltern kennen vielleicht die Eigenschaften und Neigungen ihrer Kinder, aber andererseits fehlt ihnen das umfassende Wissen der Anforderungen der Wirtschaft und der Digitalisierung.

Andererseits kommen gerade in der aktuellen und zukünftigen Wirtschaftslage ständig neue Unternehmen hinzu, aus denen sich neue Berufsbilder kreieren, die aktuell noch wenig absehbar sind.

Die Eigenschaften und Fähigkeiten eines Menschen bilden und formen sich mit den erlebten Erfahrungen, die gut oder schlecht sein können. Die Grundeigenschaften eines jungen Menschen mögen gleich oder zumindest ähnlich sein, doch die Herausforderungen bilden und wecken manchmal Fähigkeiten,  die man selbst nicht vermutet hat.

Aber das weiß man erst, während man sie erlebt oder hinter sich hat.

Eine der ersten Fragen, die man sich stellt, könnte die Frage sein, was man verdienen möchte.

Sie mögen vielleicht denken, das ist doch klar, so viel, wie es geht. So klar ist es aber nicht. Wer eine ausgeprägte soziale Ader hat, ist in der wirtschaftlichen Ellbogengesellschaft vielleicht nicht gut positioniert.

Gerade in der Coronazeit wurde deutlich, wie wichtig soziale Berufe sind und wie erfüllend es sein kann, anderen zu helfen. Doch eine Familie damit ernähren können nur die Ärzte oder die leitenden Positionen der sozialen Einrichtungen.

Ebenso verhält es sich in Kindergärten. Eine 4 Zimmerwohnung kann man sich als Kindergärtnerin nicht leisten. Man kann dazu verdienen, soweit man verheiratet ist oder in einer ähnlichen Situation lebt.

Geld ist vielleicht nicht alles, aber wenig oder kein Geld macht mehr als unglücklich und zerstört letztendlich auch Familien.

Alles andere sind ideologische Wunschsituationen, die nicht zum Ziel führen.

Mitte der 80er Jahre hat sich mit der Einführung des PC‘s bis heute fasst alles verändert. Es gibt kein Studium, keine Ausbildung mehr ohne IT Kenntnisse und in naher Zukunft wird sicher eines der neuen Schulfächer die Programmierung sein.

Mit der weltweiten Veränderung seit etwa 1985 kommt man mit einer horizontalen Tätigkeit meistens nicht mehr aus. Man muss sich an die immer schnelleren Veränderungen anpassen und Tätigkeiten ausführen, die man nicht gelernt hat.

2-4 oder gar 5 unterschiedliche berufliche Tätigkeiten während der 40-45 Berufsjahre sind oftmals üblich. Von daher muss man eher mutig und offen für Veränderungen sein und diese auch nutzen.

Jemand, der offen für Neues ist, hat es gegenüber den Ängstlichen besser. Das ist eine Eigenschaft, die schlecht veränderbar ist und die die Richtung der späteren Tätigkeit bestimmen wird.

Nicht jeder oder jede ist für leitende Positionen geeignet und auch die Professoren sind meistens keine Geschäftsführer. Überragendes und tiefgreifende Fachwissen ist dafür auch kein Garant, sonst währen alle diese Menschen CEO‘s, wie es heute meistens genannt wird.

Zu solchen Positionen gehört überwiegend Mut, Eigenmotivation, Emphatie, Menschenkenntnis und das Gespür für Neues, das es bisher noch nicht gibt, dazu.

Von daher ist die Erstwahl des Berufes nur ein Schritt in die wirtschaftliche Wirklichkeit, die sich eben ständig verändert.

Klar ist, viel Geld bedeutet viel Arbeit und wenig Zeit für die Familie !  Dazu muss man auch bereit sein.

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