BMW K1300S mit 260 km/h und beladenen Koffern

260 km/h mit meinem Motorrad auf der Autobahn aufrecht sitzend !
Gemessen hatte ich „nur“ 232 km/h, aber echte GPS gemessene 260 km/h bin ich auch schon gefahren, voll beladenen und seitlich ausgefahrenen Koffern inkl.  vollem  Tankrucksack !
Ich konnte mich über dem Tankrucksack nur etwas bücken, aber leider nicht hinter die Scheibe verstecken.
Ein Porsche Panamera wollte bei etwa 200 km/h mithalten, hatte aber bei der Beschleunigung auf 26o km/h keine Chance.

Klar, wenn er sich getraut hätte, die langezogene Linkskurve bei dieser Geschwindigkeit zu fahren. Hat er aber nicht.

Die BMW K1300S ist für mich der beste und sicherste Sporttourer, den ich je gefahren habe. Da fühle ich mich bei dieser Geschwindigkeit auf meinem Bike sicherer, als mit meinem Auto. Nichts wackelt oder fibriert, weder beim starken abbremsen noch beschleunigen !

Die neu aufgezogenen Michelin Road 5 Sporttourenreifen unterstützen diese Sicherheit nachhaltig, wobei die 3 Sätze Michelin RS, die ich davor fuhr, beim Grip noch einen Tick besser waren.

Ich werde d.J. 66 Jahre und fahre den schnellsten Sporttourer, der von BMW je gebaut wurde. Ohne Koffer und Tankrucksack stehen 285 km/h auf dem Tacho.

In 2,9 Sek auf 100 km/h und 7,9 Sek auf 200 km/h  !
Diese Souveränität macht einfach Spaß und bis 100 km/h gibt es kein Fahrzeug, das schneller ist.

Nur 1.000er Supersportler schlagen die K1300S mit 7,0 Sek auf 200 km/h, nicht aber auf 100 km/h, dafür sitze ich noch nach 10 Std. ohne Krämpfe auf meinem Bike, was bei Supersportlern kaum möglich ist.

Warum schreibe ich das alles ?
Weil es m.E. auch für Rentner noch mehr als Couch, Garten oder Kreuzworträtsel gibt.
Motorradfahren hält jung und agil, da die Sinne beim Fahren hoch angespannt sind und der Spaßfaktor unendlich hoch ist. Zudem erfährt man durch das Biken tolle Einsichten unserer wunderschönen Gegend.

Dafür muss es keine BMW K1300S mit 175 PS sein. Eine Yamaha YZF-R125 mit 15 PS kann mit dem 3er Autoführerschein gefahren (Führerschein muß vor 1980 erworben worden sein) werden und kostet neu nur unwesentlich mehr als ein gutes E-Fahrrad, bietet aber ähnlichen Fahrspass für die sportlichen Rentner !

Im Übrigen, Menschen über 50 Jahre, die an den „großen“ Maschinen interessiert sind, können den Motorradführerschein bei einem Fahrlehrer ihrer Wahl mit nur ein paar Stunden praktische Fahrt machen. Seit 2014 muss dafür keine Theorie mehr abgelegt werden.

Ich fahre regelmäßig zu Motorradtreffpunkten, z.B. zur Löwensteiner Platte bei Heilbronn oder der ehemaligen Solitude Rennstrecke in 71229 Leonberg, Glemseck 1. Dort treffen sich vor allem an Wochenenden 50-100 Biker.

Etwa 80 % der Biker sind über 50 Jahre ! Das hat sich gegenüber früher wesentlich gewandelt. Nicht, da Menschen über 50 Jahre oftmals mehr Geld haben. Eher, da Menschen über 50 keine Kinder mehr erziehen müssen und Rentner eben viel Zeit haben.

Ich traf schon Motorradfahrer, die 80 Jahre und älter, aber fit waren oder vielleicht geworden sind.

Auch der weibliche Anteil an Biker nimmt merklich zu. Jeder 7-8 Fahrer ist weiblich ! Finde ich super.

Wie komponierte Udo Jürgens einst: „Mit 66 Jahre, da fängt das Leben an….“.

 

 

Ein Gedanke zu „BMW K1300S mit 260 km/h und beladenen Koffern“

  1. Auch ich fahre eine K1300S HP. Meiner Meinung nach der beste und sicherste Sporttourer der heute (2021) auf dem Markt leider nur noch gebraucht zu kaufen ist. Integralbremssytem mit ABS, ESA II (per Knopfdruck auf Beladesituation oder Fahrstil anpassbar), Schaltassistent (Hochschalten ohne Kupplung und Zugkraftunterbrechung), Duoleverfederung vorne (minimiert das Eintauchen des Vorderrades beim Verzögern), ESC (Antischlupfregelung die verhindert, dass beim Herausbeschleunigen aus Kurven das Hinterrad wegrutscht). Viel mehr Sicherheit beim Motorradfahren geht kaum. Dazu baut die K sehr schmal, trotz ihres quer eingebauten Reihenvierzylinders. Von den Autobahnen halte ich meistens Abstand, da dort mit mir ab und an mal die Pferde durchgehen. Lieber bin ich auf kurvenreichen Landstraßen unterwegs, wo das Motorrad seine extreme Handlichkeit voll ausspielen kann. Auch ich besuche die Löwensteiner Platte und das Glemseck. Die alte Solituder Strecke nutze ich nur noch um Fahrwege zu überbrücken, da diese durch die drastisch reduzierte Geschwindigkeit (max. 60 km/h) einfach keinen Spaß mehr macht. Mit mittlerweile 58 Jahren und über 30 Jahren Fahrerfahrung auf Moto Guzzi Le Mans 1000, Yamaha XS 759, XJ 750, Honda CBR 1000 F, Suzuki GSX 1100 und Kawasaki ZZR 1400 habe ich mit der K mein letztes Motorrad gefunden. Es gibt kein vergleichbares Motorrad, dass sich so sicher und trotzdem sportlich komfortabel fahren lässt.

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